Für diese Art des Bauens
gibt es keine Vorbilder.

Prof. Dr. Jan Knippers
Universität Stuttgart

© ITKE Universität Stuttgart
© ITKE Universität Stuttgart

Jan Knippers ist ein echter Erneuerer. Er denkt quer und über die Grenzen des Stands der Technik hinaus. Als Vorstand des Instituts für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen (ITKE) der Universität Stuttgart und mit seinem Büro Jan Knippers Ingenieure sucht er nach Wegen, die traditionellen Konstruktionssysteme der Ingenieurwissenschaften nicht nur neu zu denken, sondern ganz hinter sich zu lassen. Dabei arbeitet er oft mit dem ebenfalls in Stuttgart ansässigen Institut für Computerbasiertes Entwerfen und Baukonstruktion (ICD) zusammen und nimmt sich für die gemeinsame Arbeit die Konstruktionsprinzipien der Natur zum Vorbild.

Ergebnis sind Leichtbauprojekte wie die beiden Pavillons für die Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn oder der in sich gedrehte Holzturm in Urbach, dessen Verformungen allein durch das exakt vorausberechnete Austrocknen des Holzes entstanden sind. Bei den BAUTECH Talks 2020 wird Jan Knippers seine wegweisenden Ideen anhand dieser Projekte näher erläutern.

ÜBER
Jan Knippers

Prof. Knippers, geboren 1962, studierte und promovierte im Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Berlin. Seit dem Jahre 2000 ist Jan Knippers Leiter des Instituts für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen (ITKE) an der Universität Stuttgart, zuvor war er in einem international renommierten Planungsbüro tätig. 2001 gründete er Helbig Advanced Engineering Stuttgart mit Niederlassungen in New York (seit 2009) und Berlin (seit 2014). Seine Schlüsselprojekte aus dieser Zeit sind die EXPO Axis in Shanghai, der Thematic Pavillon in Yeosu, Süd Korea, und zuletzt die Galerie der Staatsoper in Berlin, fertiggestellt im Jahr 2017. Seit 2018 möchte er sich auf innovative Projekte konzentrieren, die er vom Konzept bis zur Fertigstellung persönlich begleitet, und hat dafür „Jan Knippers Ingenieure“ in Stuttgart gegründet. Die fachlichen Schwerpunkte liegen derzeit vor allem auf Holz- und Faserverbundkonstruktionen. Seine Praxis,- Forschungs- und Lehrschwerpunkte liegen im Bereich der Bionik, der effizienten Tragwerke und neuen Materialien für die Architektur. Seit 2011 ist Knippers Fachkollegiat ‚Architektur und Bauwesen‘ bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), seit 2014 Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereiches ‚Biological Design and Integrative Structures‘ (TRR 141).

Expo Axis Shanghai

Für die Weltausstellung in Shanghai entwarf Jan Knippers diese fast 100 Meter lange geschwungene Dachkonstruktion für den zentralen Eingangskorridor.

© ICD_ITKE Universität Stuttgart

Atmende Fassade

Für den Themenpavillon der Expo im südkoreanischen Yeosu entwickelte Knippers eine Fassade aus biegsamen Faserverbundelementen, die sich im Wind bewegt.

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Nachhallgalerie Staatsoper Berlin

Dieses Stabnetz aus glasfaserverstärkter phosphatbasierter Keramik sieht nicht nur gut aus, es ist so berechnet, dass es zur perfekten Raumakustik beiträgt.

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BIONISCH

BAUEN

9. November 2020
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